Weltcup, das ist eine ganz andere Liga!
Catherine und Claus Dapeci sammeln Weltcuperfahrung!

Hyères in Frankreich ist jedes Mal im Jahr vor den olympischen Spielen extrem stark besetzt und so waren heuer 1100 Segler aus aller Welt beim Weltcup in den olympischen Bootsklassen am Start. Im 150 Boote starken Herrn Laser-Feld ging der 20-jährige Claus Dapeci und im 95Boote großen Damen Laser Radial Feld seine 18-jährige Schwester Catherine erstmals an den Start. Für Beide war es eine Standortbestimmung und Lernen und Erleben stand im Vordergrund. Am ersten Wettfahrtstag zeigte sich Hyeres von seiner stürmischen Seite und bei bis zu 25 Knoten hieß es für beide Leichtgewichte den Anschluss an das Feld wahren, was auch gelang. Lautet doch derzeit das Motto: Erfahrung sammeln im Feld der internationalen Spitzenseglerinnen und lernen von der Weltspitze.

Beide Segelclub Union Tulln Segler konnten in den 6 Qualifikations-Wettfahrten sowohl gute Detailergebnisse verbuchen, mussten aber auch herbe Enttäuschungen hinnehmen. Alles in allem sind die Leistungen der beiden Kleinrötzer besser als erhofft, auch wenn die Ergebnisse dies nicht zeigen.
„Es ist unheimlich schwer in diesem Feld fehlerlos zu bleiben, der Wind war sehr schwer zu lesen, dauernd Dreher die eine Seite bevorzugen und bei einem Fehler sind gleich 15 – 30 Boote vor dir“, so Claus Dapeci, „ neben den Besten zu segeln spornt auch total an und dann will man alles geben und das ist meist das Falsche was du machen kannst und schon geht’s nach hinten“.
„Ich war an der Tonne unter den Top 10 dann wurde ich abgedrängt und kam als letzte um sie herum, da willst du nur mehr aufhören, aber du musst weiter kämpfen und wieder aufholen“, so Catherine, „es ist jeden Tag eine neue Herausforderung, aber ich bin schnell, sehr schnell und ich kann aufholen auch in diesem Feld“.
NÖ-Jugendwart und Vater Karl Dapeci holte die positiven Punkte des Weltcup Einsatzes der beiden Sportlandsegler in den Vordergrund, „ Claus hat das gezeigt was mit Schule und Sport an Resultaten möglich ist, seine Einzelergebnisse zeigen wie viel Potenzial da ist und dass ein ganzjähriges Training in anspruchsvollen Revieren notwendig ist. Catherine hat sich sehr gesteigert, ihre Ergebnisse sind sehr gute, wäre es die Olympia-Qualifikation gewesen hätte sie das Ticket, in der nicht ausgesegelten Wertungen U19 wäre sie 5. gewesen und das nach einem Jahr verletzungsbedingter Pause.“ In der Weltrangliste ist Claus nun 454. und Catherine 270.




